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Etappe 4, Tag 17: Mornant – Condrieu (25 km, Donnerstag, 05.04.2012)

Grauer Himmel, aber trocken, nachmittags wieder blauer Himmel und warm, so kann das Wetter gut weitergehen in den nächsten Tagen. Nach einer Stunde Marsch durch welliges, angenehmes Gelände stand ich vor der Kirche in St. Andeol-le-Chateau. Drei nette ältere Damen gingen hinein und meinten zu mir, dass ich doch die Kirche besichtigen sollte. Hab ich dann natürlich getan, war auch recht lohnenswert und außerdem stand in der Ecke ein steinernes Kreuz mit Erklärung. Danach sei es römischen Ursprungs und auf ihm war „camin“ eingeritzt. Es wird deshalb angenommen, dass eine Verbindung zum mittelalterlichen Jakobsweg besteht. Beim Abstieg ins Tal der Gier hab ich mich wieder mal auf das Wagnis eines Wanderwegs eingelassen, obwohl nicht mal eine Beschilderung da war. Dieses Mal war es aber der bessere Weg. Vom lauten Talgrund – mehrere Straßen, Eisenbahn, Autobahn ging es wieder steil hinauf nach Echalas, wo ich Mittagspause machte. Bei den Straßenschildern im Dorf sah ich, dass es nur ein klein wenig weiter nach Condrieu war als nach Vienne, meinem angedachten Tagesziel, ich aber für den nächsten Tag mindestens 10 km einsparte. Also Richtungswechsel, es war dann etwas hart, auch weil ich eine Abkürzung auf der Karte nicht realisierte sondern erst bei der Rückschau auf den zurückgelegten Weg auf einer Anhöhe. In Condrieu war das Hotel dann sehr teuer, so dass ich über die Rhone in den Nachbarort ging, wo ich ein passendes fand. Am Abend war kein einziges Restaurant offen, ich musste in einer Stehpizzeria essen.

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