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Etappe 1, Tag 5: Auxonne – Brazey en Plaine – Abbaye de Citeaux – Vougeot – Nuits St. Georges – Beaune (Montag, 28. Juli 2008)

Es gibt kürzere Wege nach Beaune als der von mir heute ausgesuchte, aber da ich die Cote d’Or entlang radeln wollte, gings erst einmal direkt nach Osten, nach Vougeot.

Der Tag begann zum ersten Mal mit meinem sonstigen Ritual bei Reisen durch Frankreich, dem Frühstück im Straßencafé mit einem Croissant vom Bäcker. Bisher hatte ich immer im Hotel gefrühstückt, weiß der Himmel warum.
Die Fahrt durch die Plaine südlich von Dijon verlief über topfebenes Gelände, die einzigen kleinen Steigungen stellten Überführungen über Straßen, Eisenbahnlinien und den Canal de Bourgogne dar. Eine Ausnahme, es gibt da einen einzigen Hügel in der ganzen Ebene weit und breit und oben drauf liegt das Dorf „Montot“ – mein Weg führte direkt durch dieses Dorf.

In der Abbaye von Citeaux legte ich eine kurze Mittagsrast ein, zum ersten Mal ohne Power-Riegel und ließ mir von einem Mönch die Wasserflasche füllen. Hier stellte sich auch zum ersten Mal so was wie „Jakobsweggefühl“ ein, auch wegen der Häufung von Wegweisern, die sich rund um die Abtei einstellte.


Weiter ging es ohne größere Anstrengung zum „Clos de Vougeot“ und nach Vosne Romanée. Bei der Domaine Romanée Conti unternahm ich einen erneuten Versuch in die geheiligten

Hallen rein zu kommen. Durch die Gegensprechanlage erzählte ich was von Jakobsweg und Wasser statt Wein in die Flasche. Tatsächlich, dieses Mal ertönte der Summer und ich war drin. Doch ich hatte leider keinen Plan zurechtgelegt, was nach dem Füllen der Flasche geschehen könnte und deshalb fand ich mich gleich darauf wieder auf der Straße stehend und hinter mir hatte sich das Tor wieder geschlossen – verpasste Chance.

In Beaune speiste ich recht gut im „Relais de Madeleine“, hatte dabei einen sehr guten, frischen St. Veran.
In der Stadt hatte ich dann noch einen St. Aubin blanc von Roux et fils – zuerst ein kleiner Schock nach dem St. Veran – ein ganz anderer Wein, nicht so frisch, nach überreifer Melone und einem deutlich pfeffrigen Abgang.

Tagesleistung: 77 km
Durchschnitt: 15,28 km/h
Gesamtstrecke: 494 km

Erkenntnis des Tages: Auch für den zweiten Schritt braucht es einen Plan.

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