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Der Preis eines Weines

Newsletter 9 vom 31. Dezember 2003

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Eine oft gestellte Frage im Zusammenhang mit Weinen geht in die Richtung, wie sich die oft stark voneinander abweichenden Preise bei Weinen der gleichen Lagen erklären. So reicht die Spanne der Preise z. B. bei der Cru-Lage Chateauneuf-du-Pape von unter 10 € im Supermarkt bis zu über 30 € von renommierten Domainen.

Wie immer liegt dies zum größten Teil an den Kosten, die dem Produzenten bei der Arbeit am Wein entstanden sind.

Dies beginnt schon bei der Bearbeitung des Weinbergs im Winter, wenn noch gar keine Rebe zu sehen ist. Vor allem die Behandlung des Bodens und die Arbeit an den Rebstöcken kann sehr arbeitsaufwendig oder aber auch sehr reduziert erfolgen, was sich dann im Sommer konsequent auf die Qualität der Trauben auswirkt. Der nächste Punkt, der sich sehr preistreibend auswirkt, ist das Schneiden der Reben schon zu einem Zeitpunkt, wenn noch gar nicht abzusehen ist, ob der Jahrgang allein vom Wachstum her ein guter oder weniger guter wird. Bei diesem Schritt entscheidet der Winzer, wie viel Most er im Herbst von jedem Rebstock erhalten wird. Je rigoroser er schneidet, desto weniger aber bessere Trauben wachsen am Rebstock und desto teurer wird der Wein.

Bei der Ernte steht der Winzer vor der Frage, wie diese ablaufen soll. Preistreibende Maßnahmen sind hier eine Lese mit der Hand, ob überhaupt und wie oft die geernteten Trauben auf einem Förderband noch weiter selektiert werden sollen und wie hoch die Qualifikation der Erntehelfer ist. Die berühmte Domaine Romanné-Conti im Burgund zum Beispiel beschäftigt einen festen Stamm von Erntehelfern, die eine intensive Ausbildung erhalten und deshalb auch entsprechend gut bezahlt werden.

Beim nächsten Schritt der Weinbereitung im Kelterhaus ist entscheidend, wie dies mit modernen Maschinen ausgestattet ist. Eine für qualitätsbewusste Winzer heutzutage unabdingbare Ausstattung ist zum Beispiel eine Maschine, die eine kontrollierte Gärtemperatur erlaubt. Je intensiver diese Maschine benutzt wird, desto höher sind die Kosten, die entstehen.

Eine Kleinigkeit, die jedoch sehr aufschlussreich sein kann, ist die Wahl des Korkens. Gute Domainen haben einen eigenen Korken von guter Qualität, auf den der Name der Domaine eingebrannt ist. Natürlich sind diese Korken etwas teurer als neutrale.

All dies summiert sich und mündet dann in einen Flaschenpreis, der entsprechend höher ausfällt, je mehr dieser Maßnahmen durchgeführt wurden und auch mit welchem Aufwand sie betrieben wurden.

Ernst zu nehmende Weinexperten sind darüber hinaus der Meinung, dass es einen Preis gibt, mit dem alle denkbaren Maßnahmen abgegolten sind (30 bis 40€). Alles was an Preisen darüber liegt, sei auf die üblichen Marktmechanismen zurückzuführen - geschicktes Marketing, Markenname, geringe Menge, große Nachfrage usw.

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