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Wein in Slowenien und Kroatien

Newsletter 7 vom 31. August 2003

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Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit mit Slowenien und Kroatien zwei Weinregionen zu besuchen, denen eine lange Tradition bei der Herstellung von Wein bescheinigt wird.

Diese zum Teil jahrhundertlange Erfahrung war deutlich erkennbar, denn es konnten durchweg sauber gemachte Weine verkostet werden. In fast allen Restaurants sind gute Alltagsweine offen zu erhalten, die sehr gut mit der einheimischen Küche harmonieren. Als Weißwein wird hier durchgängig Malvasia angeboten, eine Rebsorte, die ihren Ursprung in Griechenland hat. Der Wein ist frisch und lebendig, in den besseren Versionen auch durchaus charaktervoll. Als Rotwein wird zumeist Merlot angeboten. Hier lag die Qualität meist doch etwas unter dem Durchschnitt dessen, was auf dem deutschen Markt angeboten wird. Dies gilt jedoch nur für die offen angebotenen Wein, Merlot in Flaschen abgefüllt war von deutlich besserer Qualität.

Der bekannteste Wein Sloweniens ist der Laski Rizling, eine Rebsorte, die aber mit dem deutschen Riesling überhaupt nicht verwandt ist. Vielmehr ist es die slowenische Bezeichnung für den in Österreich weit verbreiteten Welschriesling.

Die slowenische Spielart hatte früher unter dem Namen Lutomer Laski Riesling einen denkbar schlechten Ruf. Es handelte sich dabei um einen stark lieblich ausgebauten Wein, der kaum mehr etwas vom eigenständigen Charakter der Rebsorte besaß. Jahrzehntelang war es der in Großbritannien meistverkaufte Weißwein. Inzwischen ist festzustellen, dass der slowenische Laski Rizling ein Wein ist, der stark an Qualität gewonnen hat, es sind durch die Bank leichte, frische, zart aromatische Weine. In Kroatien wird er Grasevina genannt, auch hier ist er zumeist von guter Qualität.

Die slowenischen Winzer zeigen sich sehr experimentierfreudig, sie bauen inzwischen neben ihren traditionellen Sorten auch Chardonnay und Sauvignon blanc an, mit durchaus guten Ergebnissen.

Die beste einheimische rote Rebsorte Kroatiens ist der Plavac Mali, von der einige Experten behaupten, dass sie identisch mit dem Zinfandel sei. Dies ist ein dichter Wein, mit hohem Alkoholgehalt, kräftigen Tanninen und tiefdunkler Farbe. Die von mir getrunkenen Weine waren durchweg noch recht jung, ihre Entwicklungsfähigkeit hin zu einer schönen Entfaltung war jedoch schon erkennbar. Ein gut gemachter Plavac Mali ist sicherlich eine Alternative zu einem Bordeaux von mittlerer Qualität und dann durchaus preiswert.

Insgesamt zeigen sich die beiden Regionen in jeder Hinsicht als Alternative zu Weinen, die im Augenblick in Deutschland erhältlich sind. Leider sind sie aber preislich kaum günstiger zu haben, es zeigt sich auch hier, dass Qualität ihren Preis hat, egal in welchem Teil unserer Erde.

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