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Eine Marktstudie zu Bioweinen

Newsletter 18 vom 06. Januar 2009

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Hier möchte ich einige interessante Punkte aus einer Studie von Wine Intelligence vorstellen, einem Institut mit Sitz in London, das sich auf Marktforschungsdienstleistungen für die Weinindustrie spezialisiert hat.

Untersucht wurde die Frage, in welchem Maße eine Bio-Zertifizierung den Einkauf von Wein beeinflusst. Dafür wurden in Interviews 1000 Personen befragt (repräsentativer Querschnitt für England), die sich als regelmäßige Weintrinker (mindestens ein Mal pro Woche) einstuften.

64% der Befragten kannten den Begriff Bio-Wein, was wohl als ein akzeptabler Wert angesehen werden kann. Relativiert wird dies aber durch die Tatsache, dass der Begriff Bio-Nahrung 88% der Befragten bekannt war. Konsumenten verbinden also mit dem Begriff „Bio“ in größerem Maße Nahrung allgemein, als speziell Wein. In noch größerem Maße wirkte sich dies auch auf die jeweiligen Kaufentscheidungen aus, denn 68% der Befragten hatten in den letzten 3 Wochen ein Bio-Nahrungsmittel gekauft, und nur 11% einen Bio-Wein.

Wenn man dies positiv interpretieren will (wozu ich selbst neige), dann lese ich daraus, dass im Bewusstsein der Verbraucher Wein an sich ein natürlich hergestelltes Produkt ist.

Auf die Frage, warum die jeweiligen Personen Bio-Nahrung/Bio-Wein gekauft hatten, antworteten bei Bio-Nahrung 30%, weil es besser schmeckt, bei Bio-Wein jedoch nur 18%, was wohl auf ein leichteres Problem im Geschmacksbereich in der Kundenwahrnehmung deutet.

Auf die direkte Frage, warum sie jeweils Bio-Nahrung bzw. Bio-Wein kauften antworteten die Befragten wie folgt:

Weil Pestizide und Düngemittel schlecht für die Umwelt sind:38%55%
Weil dadurch kleinere Produzenten unterstützt werden:32%44%
Weil es mir ein gutes Gefühl gibt:28%38%

Aus diesen Antworten kann man deutlich lesen, dass die Entscheidung, Bio-Wein zu kaufen (so sie denn fällt), deutlich von einer gewissen Verantwortung gegenüber unserer Umwelt beeinflusst wird.

In meinem Angebot kann ich Ihnen weiterhin als zertifizierten Bio-Winzer die Domaine „Grand Jacquet“ (Les Herbes Folles, Rendezvous sous le chêne und "L'Olivier") anbieten. Von der Domaine de Fontavin erhielt ich vor einigen Tagen die Nachricht, dass sie, nachdem schon seit einiger Zeit bestimmte Parzellen nach Bio-Richtlinien bearbeitet werden, jetzt der gesamte Betrieb darauf umgestellt wird. Diese Domaine befindet sich jetzt also in der so genannten Konversionsphase, und erhält das Bio-Zertifikat nach Ablauf dieser Umstellungszeit.

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