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Crus Bourgeois und Crus Artisans

Newsletter 15 vom 10. August 2007

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In der Bordeaux-Welt bewegt sich in dieser Zeit auf dem Felde der Klassifizierungen einiges. Unberührt davon bleibt nur die eherne Klassifikation von 1855, die Etablierung der Grand Crus Classés mit ihren fünf Stufen.

Im Bereich der Crus Bourgeois ist das Durcheinander nach dem letzten Urteil zur Neuordnung dieser Gewächse kaum mehr zu überbieten, jetzt droht sogar ein Verschwinden dieser Klassifikation, zumindest von den Etiketten. Diese Befürchtung wird damit begründet, dass nach dem letzten Urteil die Klassifikation der Crus Bourgeois nicht mehr existent ist, und deshalb diese Bezeichnung auch auf den Etiketten der nächsten Jahrgänge nicht mehr erscheinen dürfe. Es kann jedoch wohl davon ausgegangen werden, dass sich für diese Problematik eine Lösung finden wird.

Fast unbemerkt hat sich daneben im letzten Jahr eine Wiederbelebung einer sehr alten Klassifizierung vollzogen, die Etablierung der Crus Artisans. Dabei gibt es diese Bezeichnung als Qualitätsmerkmal seit über 150 Jahren. In einer Ausgabe des Werks „Bordeaux et ses vins“ (Cocks et Féret) aus dieser Zeit wird er schon 1889 genannt. Im Jahre 1998 begannen einige Winzer mit Bemühungen ihn wieder zu beleben und 2002 wurden amtlicherseits die Modalitäten für eine Klassifizierung der Crus Artisans festgelegt. Über 300 Güter hatten das Recht dazu diesen Titel zu beanspruchen, 44 wurden nach einer strengen Überprüfung in die endgültige Klassifizierung aufgenommen, die am 11. Januar 2006 im Amtsblatt veröffentlicht wurde.

Das Selbstverständnis dieser Winzer beinhaltet eine Definition, die kurz so beschrieben werden kann: Bei einem Cru Artisan-Gut handelt es sich um ein Medoc-Weingut in Familienbesitz mit geringer Größe (meist zwischen 1 und 5 Hektar), auf dem der Winzer alles selbst macht. Qualitativ künnen es viele Cru Artisans mit Gütern der Klassifizierung Crus Bourgeois aufnehmen, sie hatten ja bei der Einteilung dieser Güter im Jahr 1932 nie eine Chance dort aufgenommen zu werden, weil die Mindestgrüße für ein Cru Bourgeois-Gut 7 Hektar beträgt.

Seit letzter Woche kann ich einen sehr guten Vertreter dieser neuen Klassifizierung anbieten, das Chateau Gobinaud aus Listrac-Medoc. Eine Degustationsnotiz zu dem Gut kann hier gefunden werden.

Eine weitere Degustationsnotiz zu einem Wein aus meinem Angebot, dem AC Bordeaux Superieur des Chateau Peynaud finden sie hier.

Zu meinem Grand Cru Classé, dem Chateau Pedesclaux sind kaum Degustationsnotizen zu finden. Hier wirkt sich die Geringschätzung dieses Gutes aus den Jahren vor der Jahrtausendwende negativ aus, der Wein wird von professionellen Verkostern immer noch kaum beachtet, obwohl seit dem Besitzerwechsel im Jahr 2000 ein sprunghafter Qualitätszuwachs zu verzeichnen ist. Nur im Magazin „essen und trinken“ ist er in verschiedenen Jahrgängen des neuen Jahrtausends schon sehr lobend erwähnt worden. Eine Degustationsnotiz fand ich bei Télécran

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