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Samstag, 26. Juli 2008: Cernay – Guewenheim – Rougemont – Evette – Chagey – Villersexel

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Frühstück wurde auf die Terrasse vor dem Zimmer serviert, viel Kaffee, sonst das übliche französische Frühstück. Während des Frühstücks stellte sich beim Gespräch mit den Nachbarn heraus, dass der Mann auch auf dem Weg nach Santiago war, aber zu Fuß. Seine Frau fuhr mit dem Auto die Tagesstrecke voraus und suchte ein Quartier, muss ganz schön langweilig für sie sein. Er startete schon während ich noch frühstückte, nach 7 km holte ich ihn ein, er marschierte tatsächlich mit einem großen Rucksack.

Mittagspause in Chagey (km 55), Powerriegel mit Wasser, es gab kein Café in dem Dorf. Nach bedecktem Beginn war es inzwischen ein sonniger, heißer Tag geworden, sehr welliges Gelände mit ständigem auf und ab.

Nach der Mittagspause erreichte ich bald die D 9, was schnellen Verkehr aber auch ein schnelles eigenes Fortkommen bedeutete. Nach 1,5 Stunden hatte ich die 29 km nach Villersexel schon geschafft, km 85 um 15.30 Uhr – noch Zeit weiter zu fahren. Ich erkundigte mich nach einem Hotel im nächsten Ort, es wurde mir zugesichert, dass da eines wäre. Leider war das Hotel des Tilleuls von außen zwar recht schön anzusehen, rein kam ich jedoch nicht, weil es geschlossen war.

Noch weiter zu fahren schien zu riskant, auf viele Kilometer gab es da nur kleine Dörfer. So blieb mir nichts anderes übrig, als die 8 km zurück nach Villersexel zu radeln. Das este Hotel dort (des Moines) war belegt – obwohl nur zwei Fahrzeuge auf dem Parkplatz standen, ich glaub denen war ein Radfahrer zu popelig.

Das zweite (des Terrasses) war dann in Ordnung, auch das abendliche Menue für nur 15 €. Nur der dazu bestellte Sauvignon blanc hatte eine vollkommen untypische Farbe – stark ins gelbliche und erschmeckte auch ziemlich erdig. Ich vermute es war in Wirklichkeit ein Savignan aus dem Jura.

Bemerkenswert war, dass an beiden Nachbartischen zum Essen ein roter Arbois bestellt wurde, trotz ganz guter Alternativen aus anderen Anbaugebieten. Der Franzose trinkt halt regional.

Im Städtchen dann noch je ein Glas blanc und rouge, gerade noch trinkbar, für zusammen 2,20 € kann man aber auch nicht meckern.

Tagesleistung
99 km
Durchschnitt
16,42 km/h
Gesamtstrecke
307 km

Erkenntnis des Tages: Auf und ab gibt dem Leben vielleicht die gewünschte Abwechslung – beim Radeln ist es eher hinderlich.

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